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Newsletter der
Bürgerstiftung Halle


20. Dezember 2024

 
Foto: Falk Wenzel

Foto: Falk Wenzel

Liebe Freundinnen und Freunde der Bürgerstiftung Halle,

wieder neigt sich ein Jahr seinem Ende entgegen. Wir hoffen, dass sowohl Sie als auch wir nun die Ruhe finden, für einen Moment innezuhalten und Bilanz zu ziehen. Zahlreiche Krisen dominierten die öffentliche Wahrnehmung, das ist leider richtig. Aber gab es nicht auch Momente und Entwicklungen, die Mut machen und Kraft geben für eine Zukunft, die in jedem Fall ungewiss ist?

Auch wir sehen das Negative in der Welt, aber wir weigern uns, uns davon vereinnahmen zu lassen. Dafür sind uns viel zu viele schöne, ermutigende und bestärkende Momente begegnet. Einige dieser Momente der letzten Wochen möchten wir hier gerne mit Ihnen teilen.

Damit wünschen wir Ihnen gleichzeitig eine frohe und geruhsame Weihnachtszeit sowie einen positiven Start in das Jahr 2025. Auf dass wir uns dort wiedersehen.

 
Radio-Workshop "Sounds like Trotha"

Beim Herbstferien-Radio-Workshop mit dem Jugendradio Corax waren Kinder und Jugendliche in Trotha mit dem Mikrofon unterwegs, um Trothaer Geräusche an verschiedenen Orten wie der Katzenbuckelbrücke oder der Musikschule einzufangen. Interviews und Aufnahmen aus der Umgebung wurden mit Moderation und Musik zu einer spannenden und lustigen Sendung kombiniert, die unter folgendem Link angehört werden kann: https://jugendradio.net/sounds-like-trotha-workshopsendung/

Die entstandene Sendung ist so bunt und vielfältig wie die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen selbst. Es zeigt sich: In Trotha gibt es viel zu entdecken, wenn man genau hinsieht und vor allem hinhört.

Foto: Bürgerstiftung Halle

 
Kunst-Koffer auf Reisen

Für die Projektwoche „Schere, Ton, Papier“ ist das Kunst-Koffer-Team Anfang November für eine Woche in den Projektraum „das Bedürfnis e.V.“ in der Merseburger Straße eingezogen. Passend zum kulturellen Themenjahr der Stadt Halle mit dem Motto „Komm raus zum Spielen!“ eröffneten wir mit Materialglücksrad, Schreibmaschine und Koffern voller künstlerischer Materialien einen Raum zum Spielen und Gestalten. Es wurde gewerkelt, gemalt, geformt und gefädelt und dann der passende Ort und die richtige Präsentationsform für das entstandene Kunstwerk gesucht. Auf sehr kleinem Raum von gerade einmal 13 m² ist so über die Woche eine tolle Ausstellung gewachsen, kuratiert von den Kindern, die den Kunst-Koffer im "Bedürfnis" besucht und mitgemacht haben - sogar ein paar Erwachsene haben sich getraut. Am Wochenende war die Ausstellung dann für alle geöffnet, und wer noch nicht genug hatte oder von den vielen Arbeiten inspiriert wurde, konnte direkt noch einmal selbst loslegen.

Foto: Bürgerstiftung Halle

 
Licht-Workshop im Hort Delta

Im Dezember erhellte drei Nachmittage lang die Workshop-Reihe „Sehen in Bewegung“ im Hort Delta in Trotha die dunklen Winternachmittage. Hortkinder arbeiteten gemeinsam mit den Workshop-Leiter:innen Christin Deringer und Christian Nebel mit Licht, Farben und Projektionen im Raum. Mit selbstgebauten Kaleidoskopen, verschiedenen Materialien und Projektoren wurde experimentiert, woraus sich schließlich eigene Geschichten entspannen. Mit einfachen Mitteln legte das Projekt den Fokus auf die unterschiedlichen Eigenschaften von Licht. Alle teilnehmenden Kinder waren fasziniert von den spielerischen Möglichkeiten, die die Physik zu bieten hat.

Foto: Bürgerstiftung Halle

 
"Erzähl' mit was"

Im Rahmen des Kunstprojekts „Erzähl mir was. Eine Reise durch Bühnenbilder und Lieblingsgeschichten“ führten Kinder der Grundschule Diemitz/Freiimfelde mit aufwändig gestalteten Bühnenbildern die Geschichte der klugen Bauerntochter und von Schneewittchen auf. Vor den bunten Szenerien tanzten Stabpuppen in einem eigens gebauten Erzähltheater. Ein Teil der Kinder war für den Einsatz der verschiedenen Puppen, Hintergründe und Requisiten verantwortlich, die anderen Kinder lasen vor der Bühne die Märchen in verteilten Rollen. Hoch konzentriert und mit einer enormen Leseleistung für Kinder, die teilweise erst lesen gelernt haben, beeindruckten die beiden Gruppen mit Konzentration, Spielfreude und Liebe zum Detail.

Neben dem Applaus der Gäste nahmen die Kinder viele weitere Erinnerungen mit - wie etwa an den gemeinsamen Ausflug auf den Marktplatz zur diesjährigen "Gulliver"-Inszenierung.

Foto: Falk Wenzel

 
"Ein Teil vom großen Ganzen"
„Wo und wann sind wir Teil von etwas Größerem“? Das war die Frage, vor der Schülerinnen und Schüler der Grundschulen Kastanienallee und Am Kirchteich bei ihrem Projekt „Ein Teil vom großen Ganzen“ standen.
Als Kinder in ihren Familien natürlich. Aber auch als Bewohner der Stadt Halle. Oder als Menschen auf diesem Planeten. Auf Grundlage ihrer Ideen schufen die Kinder im WUK Theater Quartier in nur fünf Tagen ein beeindruckendes Tanzstück, in dem jede und jeder sich immer wieder anders einbringen, andere Räume und Rollen besetzen konnte und dabei doch immer eines blieb: Ein unverzichtbarer Teil vom großen Ganzen.
Bereits zum fünften Mal konnte die Zusammenarbeit mit den Grundschulen in diesem Jahr stattfinden. Besonders gefreut haben wir uns dabei über Kinder, die in der Vergangenheit an unseren Projekten teilgenommen hatten und die nun die Aufführung besuchten. Auch sie sind damit ein Teil vom großen Ganzen.

Fotos: Falk Wenzel

 
Begegnungstag "Brot und Salz"

Es war noch etwas grau und neblig im Hof des Gemeindezentrums Beesen, als die Kinder der 4. Klasse der Grundschule Hanoier Straße sichtlich aufgeregt auf die 8. Klasse des Elisabeth-Gymnasiums trafen. Pfarrer Martin Golz beeindruckte in dieser Kulisse in seinem langen schwarzen Talar, der an einen Zaubermantel erinnerte. Es blieb dann auch magisch - etwa bei der Geschichte der heiligen Elisabeth von Thüringen, in der sich Brot zu Rosen verwandelt. Spätestens nach dem gemeinsamen Frühstück schwand die Anspannung der jüngeren Kinder und sie genossen die Aufmerksamkeit und gemeinsame Zeit mit den Großen. In den folgenden Stunden entstanden Kunstobjekte, die im Elisabeth-Gymnasium als opulente Tischinstallation unter dem Titel „Salz und Brot“ noch am selben Tag eröffnet wurde.

Die Idee, Kunstaktionen als Momente des „Brückenbauens“ zwischen verschiedenen Schulformen und Lebensrealitäten zu nutzen, wurde vor rund zehn Jahren vom KinderKunstForum e.V. initiiert. Die Bürgerstiftung hat die Idee des Begegnungstages begleitet und organisatorisch wie auch finanziell unterstützt.

Fotos: Falk Wenzel

 
"Tiere an der Krippe"

In der Projektwoche „Tiere an der Krippe“ erlebten die rund 200 Kinder der Sprachheilschule Halle einen besonderen Tag auf dem Gelände der Kirchengemeinde Beesen: Erst lauschten sie in der Kirche der Weihnachtsgeschichte, in der es mit Ochs, Esel im Stall und den Schafen bei den Hirten nur so vor Tieren wimmelt. Im Anschluss entstanden auf dieser Grundlage wunderbare Kunstwerke aus tierischen Materialien: Bienenwachsstapelkerzen, gewickelte Wollschafe, bedruckte Tierkissen und Leuchtkästen mit den Krippentieren. Nach einer lauthals gesungenen Version von „In der Weihnachtsbäckerei…“ und einem leckeren Mittagessen gingen alle ein wenig leichter nach Hause.

Das Projekt zeigt, was gelungene Kooperation im Sozialraum bewirken kann. Um die Woche auf die Beine zu stellen, arbeiteten Pfarrer Martin Golz, Ehrenamtliche der Kirchengemeinde, Schulleitung sowie Lehrpersonal der Sprachheilschule, KinderKunstForum e.V. und die Bürgerstiftung eng zusammen.

Fotos: Bürgerstiftung Halle

 
dazwischenfunken

Der "dazwischenfunken"-Container am Anhalter Platz hat sich zu einem echten Anlaufpunkt entwickelt. Allerdings ist er jedoch auch unbeheizt und so war klar, dass für die kalten Monate ein Winterquartier organisiert werden muss. Seit Anfang November hat "dazwischenfunken" daher ein neues Quartier in der Wittenberger Straße 16. Die Räume im Erdgeschoss - direkt gegenüber dem Quartiersmanagement Silberhöhe - bieten seitdem eine gegen Wind und Wetter geschützte Möglichkeit, mit den Jugendlichen weiter an der Planung und Umsetzung ihrer Projektideen zu arbeiten. Zurück zum Container ging es am 10. Dezember trotzdem noch einmal mit dem Winter-Highlight „dazwischenpunschen“. Bei heißem Früchtepunsch und frischen Waffeln haben wir gemeinsam mit dem Jugendlichen am Skateplatz der kalten Jahreszeit getrotzt, um auch abseits der Projektarbeit mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Die Arbeit ist natürlich in den vergangenen zehn Monaten auch nicht zu kurz gekommen: Über zehn Projektideen sind mittlerweile durch junge Menschen im Halleschen Süden im Rahmen des Projektes angestoßen worden. Die Ideen sind dabei so vielfältig wie ihre Ideengeber:innen. Von Tischtennisplatten, über Workshops, einer spaßigen, aber ernst gemeinten Dokumentation überfüllter Mülleimer in der Südstadt, bis hin zu einer Selbsthilfewerkstatt für Sport-Tretroller am Skateplatz in der Silberhöhe haben sich die Jugendlichen in den zurückliegenden Monaten unterschiedlichen Themen gewidmet, die für sie und ihr Umfeld wichtig sind. Allein davor ziehen wir bereits den Hut! Viele der Projekte befinden sich nun in der Umsetzung.

Fotos: Bürgerstiftung Halle

 
Weihnachtsliedersingen in der Ulrichskirche

Wie bereits in den letzten Jahren, war auch die diesjährige Ausgabe unseres Weihnachtsliedersingens ein absolutes Highlight. Eine bis auf den allerletzten Platz gefüllte Ulrichskirche, besinnliche und gleichzeitig heitere Stimmung und eine abwechslungsreiche Auswahl bekannter Weihnachtslieder. Mehr braucht es nicht, damit 500 Menschen eine schöne gemeinsame (Vorweihnachts-)Zeit verbringen.

Dank gilt der Stadt Halle und dem Team der Konzerthalle Ulrichskirche für ihre Unterstützung! Außerdem natürlich den fantastischen Musikerinnen und Musikern und nicht zuletzt allen teilnehmenden Gesangsbegeisterten!

Fotos: Bürgerstiftung Halle

 
Gute Vorsätze: Kleidertausch

Seit 2015 unterstützt die Bürgerstiftung Halle kleine Projektideen, die das Zusammenleben in der Straße, im Viertel oder in der Stadt schöner machen sollen.

In diesem Jahr haben wir sechs solcher Projekte gefördert. Eines davon ist der "Frauenresonanzraum", eine Initiative, deren Ziel die Schaffung eines sicheren Dialograums von Frauen für Frauen ist. In den regelmäßig stattfindenden Gesprächsrunden gibt es die Möglichkeit, sich sowohl über persönliche als auch gesellschaftliche Themen auszutauschen und dabei eine Diskussionskultur zu etablieren, die von Unterstellungen, Vorwürfen und Polarisierung absieht und stattdessen unterschiedlichen Meinungen, Werten und Haltungen Raum gibt.

Die Bürgerstiftung hat die Raumkosten übernommen, die für die Gesprächsrunden angefallen sind.

Gute Vorsätze: Kleidertausch

Eine weitere von uns geförderte Initiative ist der "Kleidertausch Halle" vom Verein "raumkultur e.V.". Sie wurde mit dem Ziel gegründet, nachhaltige Möglichkeiten für die Weitergabe von nicht mehr benötigter Kleidung zu schaffen und Ressourcen innerhalb von Halle gerechter zu verteilen.
Inzwischen unterstützen ca. 30 Freiwillige im Alter von 16 bis 85 Jahren die Kleidertausch-Aktionen. Über 700 Personen nahmen jeweils an den drei Veranstaltungen teil, die in diesem Jahr durchgeführt wurden.
Mit Hilfe der Bürgerstiftung konnten öffentlichkeitswirksame und nachhaltige Werbemaßnahmen finanziert werden, um zukünftig noch mehr Menschen auf die großartige Arbeit und die wichtigen Anliegen des "Kleidertausch Halle" aufmerksam zu machen.

Foto: Robin Jugel

 
Veranstaltungs-Tipp

24.12.2024 | Kliniksingen am Heiligen Abend | Haupteingang des Universitätsklinikums | 9 Uhr

Dies ist keine Veranstaltung der Bürgerstiftung Halle. Wir finden die Idee jedoch sehr schön und unterstützenswert.

 
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Vertreten durch: Ingrid Häußler

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