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Newsletter der
Bürgerstiftung Halle


14. November 2023

 
Sechs Kinder und Steven Hartmann stehen zusammen und heben jubelnd Trommelsticks und Blumen in die Höhe, hinter ihnen stehen blaue Regenfässer.

Max macht Oper im Hort Kirchteich – mit Regentonnen, Sprachfreude und ganz viel Begeisterung .
(Foto: Bürgerstiftung Halle)

Liebe Freundinnen und Freunde der Bürgerstiftung Halle,

die Herbstferien sind zwar schon ein paar Tage her, aber wir hoffen, sie sind einigen halleschen Kindern auch Dank der Bürgerstiftung in besonderer Erinnerung geblieben: im Norden, Süden und Osten der Stadt haben wir insgesamt drei Ferien-Workshops angeboten. In unserem Newsletter geben wir Ihnen einen Einblick, was die Kinder und Jugendlichen dort erlebt haben.

Los geht es in Halle-Neustadt: In den Herbstferien haben neun Kinder vom Hort Kirchteich begeistert an einem Trommelworkshop in ihrem Hort teilgenommen. Sie haben auf Regenfässern getrommelt und Herbstgedichte geschrieben. Zum Beispiel dieses hier:

Der Herbst

Bringt den starken Wind und macht die Bäume kahl
Viele bunte Blätter liegen überall
Füchse, Igel, Wölfe ziehen durch den Wald
Manchmal ist es warm und manchmal ist es kalt.

Mit Ohrstöpseln bestückt haben sie Rhythmen getrommelt und im Takt die Texte ihrer Gedicht vorgetragen. Mit dem Workshopleiter Steven Hartmann arbeitet die Bürgerstiftung für "Max macht Oper" seit vielen Jahren sehr gerne zusammen. Er schafft stets eine sehr wertschätzende Atmosphäre, so dass auch Kinder, denen es schwer fällt, sich zu konzentrieren, über sich hinauszuwachsen und stolz ihre Talente zeigen. Ein besonderer Höhepunkt war das Aufführen der Trommelstücke vor Eltern, Geschwistern und Kindern des Hortes. So wurde ein kalter herbstlicher Regentag gleich viel erträglicher und alle verließen beschwingt die Aufführung.
Gefördert wurde das Projekt durch die Stadt Halle (Saale).

 
Anke Fiebiger zeigt Max-Patenkinder ein Buch aus dem Bestand der Marienbibliothek..
Premiere bei „Max geht in die Oper“

Auch nach 13 Jahren „Max geht in die Oper“ entdecken wir mit unseren Max-Kindern und deren Patinnen und Paten immer wieder neue Kulturorte der Stadt. Diesmal waren es die Buchschätze der Marienbibliothek, die sich in den Gemeinderäumen der Mariengemeinde am Markt verbergen. Schon das imposante Innere der alten Bibliothek – mit ihren eisernen Treppen und Böden – versetzte die Kinder und Erwachsenen ins Staunen, aber auch die jahrhundertealten Handschriften beeindruckten die großen und kleinen Besucher. Bibliotheksleiterin Anke Fiebiger führte lebhaft und kindgerecht durch ihre Sammlung.
Dieser Ausflug entstand auf Anregung und Vermittlung des ehemaligen Kulturpaten Dr. Michael Büdke, der sogar eigenhändig dafür sorgte, dass jedes Kind zum Abschluss ein eigenes Buch mit historischen Elementen bauen konnte. Vielen Dank an dieser Stelle dafür. Die nächste Gruppe freut sich schon auf diesen Ausflug.

 
Ein Kind läuft, beide Füße scheinen in der Luft zu sein, über Turnhallenboden. Das Kind trägt eine Maske, einen überdimensionierten Vogelschnabel und einen Umhang.
Hinter'm Gartenzaun

Herbstferien Teil 2: In der Grundschule Diemitz haben rund 15 Kinder mit der Choreographin Be van Vark und Kostümbildnerin Bärbel Jähn ein Tanzstück zum Thema Nachbarschaft entwickelt. Entstanden ist eine Performance in der die Kinder sehr persönliche Erfahrungen über Begegnungen mit Nachbarn teilten und erzählten was sie an ihrem Viertel schätzen und was sie stört. Schlagworte wie Lärm, Traumgärten, Freunde, Zäune, Tiere im Garten wurden zum Ausgangspunkt für Bewegungsabläufe und Gruppenchoreographien. Be van Vark hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, Kindern auf Augenhöhe zu begegnen und ihnen eine Bühne für ihre Gedankenwelt zu bieten.

Das Projekt wurde finanziert vom Bundesverband Freie Darstellende Künste im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Foto: Falk Wenzel

 
Vier Erwachsene und Kinder sitzen auf einer Bank, drei stehen dahinter.
Förderung für Save Ukraine e.V.

Der Verein Save Ukraine e.V. hilft ukrainischen Geflüchteten beim Umgang mit ihren Erlebnissen und Ängsten sowie beim Ankommen in einem für sie fremden Land. Dank einer Förderung der Software AG Stiftung aus dem Fonds „Auf Augenhöhe“ konnten wir die Vereinsarbeit im ersten Halbjahr unterstützen, die im Wesentlichen auf drei Säulen basiert:

Zum Ersten der psychologischen Hilfe für ukrainische Geflüchtete, vor allem für Frauen und (ihre) Kinder und Familien. Diese Hilfe konnte durch eine ehrenamtliche Psychologin wöchentlich in Form von Einzel- und Gruppenrunden durchgeführt werden, um die starken Folgewirkungen von Krieg und Flucht zumindest ein wenig abzufedern.

Zum Zweiten wurde für die ukrainischen Jugendlichen mehrmals wöchentliche Nachhilfe- und Deutschstunden für unterschiedliche Altersgruppen gegeben. Damit wurden ihre Deutschfähigkeiten wesentlich gestärkt und sie wurden beim Absolvieren des für sie aufgrund der Sprachbarriere schwierigen Schulalltags begleitet und unterstützt.

Zum Dritten gab es für Erwachsene eine Sprechstunde für bürokratische Hilfe und Berufsorientierung, um ihnen die Integration zu erleichtern.

Foto: Save Ukraine e.V.

 
Das Foto zeigt von oben ein Kind, das einen Comic zeichnet und Zeichenutensilien sind zu sehen. Auf dem Comic sieht man eine Waschmaschine und eine Katze.
Comicworkshop in Trotha

Herbstferien Teil 3: In Trotha haben Jugendliche unter Anleitung des Comiczeichner*innen-Duos Friedo & Phine eine Woche lang hochkonzentriert an ihren eigenen Comics gearbeitet. Über verschiedene Zeichenspiele und viel Anschauungsmaterial konnten alle in ihrem individuellen Stil Charaktere entwickeln und kurze sogenannte Stories auf's Papier bringen. Bunte Figuren wurden zum Leben erweckt und fantasievolle Geschichten gezeichnet und erzählt. Bei der abschließenden Comiclesung konnten alle die entstandenen Hefte, Storyboards und Sticker bestaunen.

Ein großes Dankeschön geht an die Saaleschule, die uns auch bei diesem Projekt wieder tatkräftig unterstützt und ihre Räume zur Verfügung gestellt hat. Das Projekt wurde zudem unterstützt durch die Stadt Halle (Saale).

Foto: Friedemann Lichtenthal

 
Ingrid Häußler begrü´ßt die Gäste.
Familie Prokein und Freunde stehen zusammen, eine Person hat die Unterschilder in der Hand.
Die Zinkgsgartenstraße hat das Unterschild erhalten. Das Foto zeigt das Straßen- und das Unterschild.

Eindrücke von der Unterschilderung der Zinksgartenstraße Ende Oktober. (Fotos: Antje Löhr-Dittrich und Uta Monecke)

Bildung im Vorübergehen: Zinksgartenstraße

Ende Oktober haben wir die Zinksgartenstraße unterschildert, doch nicht nur das: Bernhard Prokein überraschte seine Frau Franziska zum Geburtstag mit der Unterschilderung der Zinksgartenstraße. In dieser Straße haben sich die beiden kennengelernt – ein guter Grund für dieses schöne Geburtstagsgeschenk. Vor Ort fand eine kleine Überraschungsfeier mit Familie, Freunden und den regelmäßigen Besuchern von „Bildung im Vorübergehen“ statt; neben dem Anbringen der Zusatzschilder und einem kurzen Vortrag zu Friedrich Zinke gab es auch zwei musikalische Ständchen und Geburtstagskuchen für alle.
Mehr Informationen zu Friedrich Zinke finden Sie hier. In diesem Jahr unterschildern wir noch den Lili-Schultz-Weg und die Max-Maercker-Straße. Die genauen Termine finden Sie unten in der Terminübersicht.

Sie wollen auch jemanden überraschen – oder sich selbst eine Freude machen? Für diese Straßen suchen wir aktuell Spenderinnen und Spender: Hier die Straßen-Liste im pdf-Format.

Schilderpaten gesucht »
 
Auf der Bühne der Konzerthalle Ulrichskirche sitzen oder stehen acht Personen, sie musizieren mit unterschiedlichen Instrumenten.
Weihnachtsliedersingen mit der Bürgerstiftung Halle 

Die Bürgerstiftung Halle lädt wieder zum Weihnachtsliedersingen ein – in diesem Jahr am Nikolaustag, am 6. Dezember. Los geht das gemeinsame Singen um 17 Uhr. Alle Hallenserinnen und Hallenser sind herzlich eingeladen: zum Mitsingen oder Genießen und Zuhören. Die beliebten Musikerinnen und Musiker von der Würfelwiese begleiten in guter Tradition das Weihnachtssingen. Auf dem Programm stehen bekannte Weihnachtslieder, Liedtexte sind vorhanden. Der Eintritt ist kostenlos, um Spenden für die Arbeit der Bürgerstiftung Halle wird gebeten.

Wo: Konzerthalle Ulrichskirche, Christian-Wolff-Straße 2, 06108 Halle
Wann: Mittwoch, 06.12.2023, 17 Uhr (Einlass ab 16:30 Uhr)

Die Veranstaltung wird unterstützt durch die Stadt Halle (Saale).

Foto: Maria Nühlen

 
Verziehrte Weihnachtsplätzchen liegen nebeneinander.
Baumschmücken und Adventsfest
im Gemeinschaftsgarten Trotha

Am 9. Dezember geht es in Trotha vorweihnachtlich zu: Um 15 Uhr wird der Quartiers-Weihnachtsbaum an der Endhaltestelle Trotha mit von Kindern aus dem Quartier gebasteltem Baumschmuck geschmückt und mit dem ein oder anderen Weihnachtslied eingeweiht.

Im Anschluss ziehen alle gemeinsam in den Gemeinschaftsgarten des Gut Alaune e.V. um, wo ab 16 Uhr das Quartiers-Adventsfest stattfindet. Zu gemütlichem Beisammensein bei Musik, Lagerfeuer, warmen Getränken und Suppe sind alle herzlich eingeladen. Der Gemeinschaftsgarten befindet sich in der Jupiterstraße 18 direkt gegenüber des Hortes Delta.

Foto: pixabay

 
Termine

17.11.2023 | Bildung im Vorübergehen: Lili-Schultz-Weg | 15 Uhr

01.12.2023 | Bildung im Vorübergehen: Max-Maercker-Straße | 10 Uhr

06.12.2023 | Weihnachtsliedersingen mit der Bürgerstiftung | Konzerthalle Ulrichskirche | 17 Uhr

09.12.2023 | Baumschmücken und Adventsfest in Trotha | ab 15 Uhr

 
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